Taschenuhren

 

Lépine
&
Savonnette 


Tirette
&
Poussette

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schild Fréres & Co.


Bei den um 1900 gefertigten Taschenuhren, welche nur den Familiennamen

"Schild Fréres & Co"

auf dem Zifferblatt führen, findet sich auch die

"Marque de Fabrique" 
IXL



auf dem Rückdeckel.

Das Markenzeichen
"IXL"
wurde bald durch das Zeichen
"SFC"
ersetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Email-Zifferblätter der
"Schild Fréres & Co."
sind oft mit Indices
versehen die nur aus
einem kleinen Punkt bestehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lépine und Savonnette

 

Lépine

Ist die Bezeichnung für eine offene Taschenuhr bei der Aufzugskrone, 12 Uhr und Sekundenanzeige auf gleicher Achse liegen.

Benannt sind diese Uhren-Gehäuse nach dem französischen Uhrmacher , Jean Antoine Lépine 1720-1814. Lepine gilt durch die Entwicklung seines flachen "Kaliber Lépine" mit geteilten Brücken, als einer der Wegbereiter der modernen Taschenuhr.
Diese Uhren haben keinen Deckel über dem Zifferblatt, im Gegensatz zur geschlossenen "Savonnette"
 

 

Savonnette

Ist die Bezeichnung für eine geschlossene Taschenuhr mit Srungdeckel.

Dieser Uhrtyp hat über dem Zifferblatt und dem Glas einen Deckel, der durch betätigen eines Drückers in der Krone, aufspringt.
Etwas zur Wortherkunft:
"Savonner" heißt einseifen, und "Savonnette" bedeutet auf französisch Toilettenseife.
Die Form einer geschlossenen Sprungdeckeluhr ist einem runden Stück Seife ähnlich.
Bei amerikanischen Taschenuhren wird diese Gehäuseform auch "Hunting Case" genannt.






 

 

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Remontoire

Mitte des 19.Jahrhunderts, 1840, wird die Remontoire-Uhr erfunden. Die Taschenuhr mit Kronenaufzug.




Taschenuhr mit Schlüsselaufzug


Diese Taschenuhren mußten nicht mehr mit einem Vierkantschlüssel aufgezogen werden.
Um die Zeiger zu stellen wurde er allerdings noch benötigt.

Doch bereits 1860 brachte man neben der Krone einen kleinen Drücker an, mit dem das Schiebetrieb in Position "Zeigerstellen " gebracht wurde, so dass durch betätigen des Drückers und gleichzeitiges Drehen der Krone, auch die Zeiger ohne Schlüssel gestellt werden konnten.
Um 1900 wird auch diese Zeigerstellung verbessert. Der kleine Drücker neben der Krone wird nicht mehr benötigt.

Durch Ziehen an der
Krone kann jetzt der
Winkelhebel in Position
" Zeigerstellen "
gebracht werden.

Eine Rutschkupplung sorgt dafür, dass das Räderwerk beim Zeigerstellen nicht mitgenommen wird.

 

 

 

Tirette & Poussette.

Die ersten Uhren, die in der Fabrik Gebr.Schild & Co. hergestellt wurden, waren Cylindre-Uhren mit einem dazugehörigen Schlüssel zum Aufziehen und Zeigerstellen.
Intern wurden sie Schlüsselstück genannt.
Tirettestück wurden Uhren mit einem Stell- oder Kupplungshebel genannt, der durch Zugbewegung betätigt wurde.
Poussettestück nannte man Uhren mit einem Drückstift oder Druckknopf, also mit einem Drücker zum Zeigerrichten .

 

 

 

 

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Schild Fréres & Co.


Bei Uhren, welche den Familiennamen

"Schild Fréres & Co.
Eterna "

auf dem Zifferblatt führen, finden sich auch die Initialen  SFC
auf dem Gehäuse.

Entweder auf den Bügeln, oder innen auf den Rück-deckeln.

 

 

 

 

 

 

 

Savonnette
Kaliber 166, 169   19'''

Lépine
Kaliber 163,  165   19'''

 

Werbung für eine Eterna Taschenuhr,
Model "Paris"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Bis Seriennummer
  1 300 000
war die Sperrad-Schraube
der Schild Fréres & Co. Taschenuhren noch nicht geschlitzt und die Sperrad-Klinke hatte nur
eine Nase.
 
Bis Seriennummer   
1 800 000
wurde auch noch das Schweizer Kreuz in die Platinen eingeschlagen.

Entweder mit der Bezeichnung
PROT oder SFC.
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Médaille d'or
und Grand Prix

1900, ein Jahr nachdem Theodor Schild das Ruder übernahm, konnte er auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaile entgegen nehmen.


Einige Jahre später, 1910, wurde in Brüssel ein "Großer Preis" gewonnen.
Ab Seriennummer
1 600 000
findet sich diese Auszeichnung auf den Innendeckeln vieler Taschenuhren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werbung für eine Eterna Taschenuhr aus Tula-Silber
 

 

Schachbrettmuster in
Niello - Technik

Niello, abgeleitet von nigellius - schwärzlich, ist eine Metallgruben-schmelztechnik, auch Blachmal oder Tula genannt.
Eine Legierung aus Silber, Kupfer, Blei, Schwefel und Salmiak. Je mehr Anteile an Blei beigegeben werden, um so dunkler wird die Legierung.
Diese Masse wird in gravierte, im 19. Jh. auch in geätzte Vertiefungen eingestrichen, durch Hitze zum Schmelzen gebracht und nach dem Erkalten geschliffen und poliert.


Diese aufwendige, im 18. und 19. Jahrhundert sehr beliebte Handwerkstechnik ist heute kaum mehr bezahlbar.

 

 

 

 

Großflächig belegte Tulasilber-Taschenuhr mit einer für eine Monogram-Gravur vorgesehenen Einlage aus Rotgold.

Zifferblattbezeichnung

SCHILD FRÈRES & CΩ
ETERNA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



"Eterna
Die feine Präzisions- Uhr"

Werbung für Eterna Uhren.
1931

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Taschenuhr im 800er Silbergehäuse mit einem Staubdeckel aus Metall, ca.1902. 

Zifferblattbezeichnung:

"Schild Fréres & Co."

 Gehäuse Nr.  1 122 506

Punziert mit "IXL"

 

 

 





 

Taschenuhr mit Zylinderhemmung.   Nickelgehäuse mit floralem Design.

1894

Ohne Zifferblattbezeichnung

 Werk Nr. 626 752      Gehäuse Nr. 660 238 

Punziert mit "IXL"

 

 

 



Kollektionsprospekt der Firma Schild Fréres & Co.
Noch mit der
"Marque de Fabrique" 
"IXL"

ca. 1903

 

 

 

 

 

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Taschenuhr von 1910 aus brüniertem Stahl mit Goldrand

Zifferblattbezeichnung

"SCHILD FRÉRES & Co.
ETERNA. AKAR"

Die Verkäufersignatur auf dem Zifferblatt
AKAR steht für den Juwelier Elias Akar

Werk  Nr: 1 556 288     Gehäuse Nr.  1 498 0XX

 

 

Taschenuhr von 1912 mit geprägtem Metall-Zifferblatt und der
Zifferblattbezeichnung

"Schild Fréres & Co. Eterna"

Werk  Nr: 1 663 980     Gehäuse Nr.  1 626 5XX

Kaliber 165   Lép. 19''' Extra-Flach.

 

 

 

Bis Seriennummer   1 800 000   wurde auch noch der Familienname
"Schild Fréres & Co." auf die Zifferblätter gedruckt.

Diese geprägten Metall-Zifferblätter, mit umgebördeltem Rand und ohne Zifferblattfüße, welche einfach auf die Platine aufgedrückt wurden, findet man ab Seriennummer   1 900 000   nicht mehr.

 

Kaliber 165   Lép. 19''' Extra-Flach.

Eingravierte Widmung "From Father July 14th 1913"

 

Eisengehäuse-brüniert, mit Rotgoldrändern, Rotgoldkrone,
Glasrand aus Messing und Messingbügel.

 

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Kleine Damentaschenuhr mit Emailzifferblatt und roter 12.
Durchmesser 36 mm
Eine der letzten Taschenuhren mit der Zifferblattbezeichnung

SCHILD FRÈRES & CΩ
ETERNA

Verkäufersignatur auf dem Zifferblatt
E. AKAR

Werk Nr. 1 837 512     Gehäuse Nr.  1 865 9XX


Kaliber 140   13''' Lép. à sec.

 

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Frühe kleine Damentaschenuhr aus brüniertem Stahl mit Messingrand- und Bügel.
Durchmesser 30 mm

Werk Nr. 1 637 792     Gehäuse Nr.  1 661 6XX

 

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Diese Lépine - Taschenuhrwerke stammen aus dem Nachlass eines
" Termineurs " und wurden nie eingeschalt.


Kaliber 163 und 165   Lép. 19'''   Flach und Extra-Flach.

 



Kaliber 165   Lép. 19''' Extra-Flach.

Sehr frühes Kaliber von 1905

 

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Savonnette Taschenuhr aus Tula - Silber

 

Kaliber 169   Sav. 19'''   Extra-Flach.

Werk Nr. 1 816 701     Gehäuse Nr. 2139 3XX

 

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Eterna Patent

Silberne Taschenuhr mit Rotgoldauflage
und guillochiertem Rückdeckel, ca. 1916.

Zifferblattbezeichnung "Eterna Patent"

Seltenes patentiertes Kontainergehäuse. Patent Nr. 56178 von 1911.
Dass hier der Taschenwecker
Pate stand ist unverkennbar.

Werk Nr. 1 818 091    Gehäuse Nr. 1 828 7XX

 

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Ziselierte Taschenuhr aus Silber mit verschraubtem Bügel und zweifarbigem Metallzifferblatt.
In 3 Lagen reguliert.
Werk Nr. 2 286 523    Gehäuse Nr. 2 346 3XX

 

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Schöne Taschenuhr im 0,875 Silbergehäuse mit Schachbrettmuster in Niello-Technik

Werk Nr. 2 268 220    Gehäuse Nr. 2 133 8XX





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Silberner Chronometer mit Rotgoldauflage
und guillochiertem Rückdeckel.

Zifferblatt mit 24 Stunden-Indikation.

Werk Nr. 1 806 551    Gehäuse Nr. 2 428 7XX

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Einfache Nickeltaschenuhr mit 24 Stunden-Indikation.
Kaliber 467     18'''

Werk Nr. 2 591 559     Gehäuse Nr. 2 579 0XX

 

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Nickeltaschenuhr mit hochgesetzten, goldfarbenen Indices
und blauer 24 Stunden-Indikation.
    18 liniges Kaliber.

Werk Nr. 2 510 903    Gehäuse Nr. 2 353 7XX

 

 

Das sehr schöne geometrische Muster auf dem Rückdeckel.

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chronometer

 
 
chronometer

Goldener Chronometer mit geometrischem Muster auf dem Rückdeckel.

Etui von 1910

 

Schachtel für Taschenuhr-Ersatzteile, um 1920.

 

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© Gerhard Schmidt 2008